1,4 Millionen EUR für Heinerl

Seit Jahren gibt es eine Urbane-Legende über das Haus des Ex-Bürgermeisters Heinz Köppl. Hier sind die Fakten:

  • Im Jahr 2004 stellt Regina Klee (langjährige Lebensgefährtin und seit Juni 2008 Ehefrau von Altbürgermeister Köppl) ein Ansuchen an die Stadtgemeinde Gmunden eine Teilfläche im Ausmaß von 833 m2 aus dem Grundstück 171/4, EZ. 56 Grundbuch 42150 Ort-Gmunden (Land- und Forstwirtschaft) mit unverbaubarem See- und Traunsteinblick zu kaufen.
  • 3. Juni 2004 Gemeinderatsitzung: Der Bürgermeister Heinz Köppl (ÖVP) übergibt den Vorsitz an Vzbgm. Schrabacher (ÖVP). Gemeinderat Schneditz-Bolfras (ÖVP) ergreift das Wort und führt aus das Frau Klee einen Kaufvertrag vorgelegt hat, der vom Rechtsausschuss und vom Stadtrat beraten wurde. Beide Gremien empfehlen dem Gemeinderat den Kaufvertrag abzuschließen. Kaufpreis 130,- EUR pro m2. Gesamtbetrag: 108.290,- EUR für 833m2. Wird einstimmig angenommen. Der Bürgermeister übernimmt wieder den Vorsitz.
  • Im Mai 2019 verkauft die Gattin des Altbürgermeisters das ehemalige Gemeindegrundstück mit dem darauf errichteten Eigenheim (dazu gibt es eigene Urbane-Legenden) um 1.400.000,- EUR!

Sachverhalt:

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Kaufvertrag zwischen Stadtgemeinde Gmunden und der Lebensgefährtin (später Ehefrau) des Bürgermeisters

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833m2 mit Blick auf Wald, See & Traunstein

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4. Sitzung des Gemeinderates der Stadtgemeinde Gmunden – 3. Juni 2004

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Aus Land- und Forstwirtschaft wurde Baugrund.

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Zieht man einen Richtwert von ca. 300.000,- als Bauinvestition ab, bleibt noch immer eine

Rendite von ca. 1000% in 14 Jahren!

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Foto: Klemens Fellner / Copyright: Facebook

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Frontalansicht hinter Villa Lana, Quelle: Google / Aussicht, Quelle: Regina Köppl-Klee, Copyright: Facebook

Wer ist Regina Köppl-Klee?

War/ist… Leitung der Hauptverwaltung der Marktgemeinde Altmünster, Einzelunternehmerin und Beamtin (ÖVP)

Quelle: Xing

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Seit 2012 gemeinsam mit ihrem Mann Heinz Köppl persönlich haftende Gesellschafterin der Firma:

Mein-Style – Köppl OG
Einzelhandel mit Jagdbekleidung und Accessoires

Am Graben 12
4810 Gmunden am Traunsee

Quelle: Firmenbuch

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In der Öffentlichkeit war dieser Nebenjob Regina Köppls bisher nur Insidern bekannt. Doch FP Prüfungsausschussobmann Günther Colli machte die Sache in der jüngsten Gemeinderatssitzung publik – und kritisiert den Vertrag. „Rechtlich ist daran nichts auszusetzen“, sagt er. „Und natürlich kann man Ehefrauen von Politikern nicht mit einem Berufsverbot belegen. Aber die Optik ist hier schon schief.“

SP-Vizebürgermeister Christian Dickinger wird deutlicher. „Das ist ungustiös“, sagt er. „Die Stadtgemeinde könnte die Werbeflächen selbst vermarkten. Dass dies zum Job der Frau des Bürgermeisters gemacht wird ist etwas exotisch, um es diplomatisch auszudrücken.“

Quelle: OÖNachrichten 18. April 2012

Netzwerkerin und Mitorganisatorin des Jägerballs

Quelle: salzi.at

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… und ist zusätzlich Fan der Maximilianhof Holding & Co

Quelle: Regina Köppl-Klee Copyright: Facebook

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Hier geht es zum Artikel:

Ein Schnäppchen am See
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Hier geht es zum Artikel:

Mittendrin statt nur dabei
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Wer ist “Heinerl” Köppl?

Das ist eine sehr, sehr lange Geschichte… und vielleicht ein eigener Beitrag

…An jeder Ecke grinst dem gequälten Bürger ein Köppl-Plakat entgegen. Zahlen tuns eh die besteuerten, pensionsangeglichenen, ausgabengekürzten und schuldgebremsten Bürgerleins. Shit happens. Für jene unter uns, die nicht wissen, wer Köppl ist: der ÖVP-Bürgermeister unserer kleinen Stadt. Ja, man muss das dazusagen. Denn wenn man den Umfragen glauben darf, kennen zwei bis drei Prozent der Bewohner Gmundens den Köppl nicht. Ist so. Auch wenn mans nicht glauben kann. Angeblich laufen die sogar frei herum…

Zitat: “Köppl-Festspiele” Gmundl, 13. Februar 2012

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von links: Thomas Höpoltseder (langjähriger Finanzreferent, aktuell Gemeindegeschäftsführer ÖVP, Kommerzkundenbetreuer Volksbank – siehe Grundbuch-Auszug Regina Köppl-Klee), Ex-Bürgermeister Köppl (ÖVP) und ehemaliger Vize-Bürgermeister Schrabacher (ÖVP)

Die Ära Köppl ist mit vielen Höhen und Tiefen verbunden.
1997 wurde der Heinz Josef in sein Amt gewählt.
In seiner Amtszeit „rutschte“ der Gschliefgraben in Gmunden.
2011 beging Stadtamtsdirektor Robert Hametner in seinem Büro im Rathaus Selbstmord und belastete den Bürgermeister in seinem Abschiedsbrief schwer.
Ein für den scheidenden Bürgermeister nicht zu verwirklichendes Projekt war das Hotel „Lacus Felix“.

„Das Hotel ist noch nicht tot. Ich habe mich immer dafür eingesetzt, aber es ist nicht immer alles umsetzbar.

Den Bürgermeister, der alles umsetzen kann, gibt es nicht“, so Köppl.

Quelle: meinbezirk.at

Es sei daran erinnert, dass ältere Einwohner Gmundens erzählen, Hr. Köppl habe angeblich schon einmal, vor vielen Jahren, er war noch nicht Bürgermeister, wegen selbstherrlichen Handelns, das angeblich am Rande der Gesetze erfolgte, aus einer politischen Funktion abtreten müssen!… Es sei auch daran erinnert, dass die Staatsanwaltschaft Anzeigen von Stadtamtsdirektor Hametner (kurz vor seinem tragischen Selbstmord) gegen BM Köppl wegen Amtsmissbrauch unter anderem mit der Begründung der Verjährung zurückgelegt hat. Auch hier gilt natürlich die Unschuldsvermutung.

Wir wollen hier keineswegs das Sprichwort „Wo Rauch ist, ist auch Feuer“ strapazieren, aber dass viele Vorgänge in Gmunden das haben, was die Schwaben ein „Gschmäckle“ nennen, ist nicht zu leugnen.

Wo immer man bei dem Themenkomplex „Hotelbau Lacux Infelix“ ein wenig tiefer schürft, stösst man auf Ungereimtheiten, auf aufklärungsbedürftige Vorgänge.

Herr Bürgermeister! Nehmen Sie endlich Ihre politische Verantwortung wahr und treten Sie zurück! Es ist der einzige und grösste Dienst, den Sie dieser Stadt noch erweisen können!

Quelle: Gmundl, “KÖPPLS RÜCKTRITT ist (über)fällig!” 3. Juli 2014

72 Prozent der Gmundner beklagen Korruption

Mit dem Vertrauen der Gmundner Bevölkerung in die Verantwortlichen der Stadtgemeinde ist es nicht weit her. Laut einer Umfrage, die der ehemalige SP-Gemeinderat Karl Kammerhofer durchführte, glauben 256 von 436 Befragten (59 Prozent), dass Freunderlwirtschaft in Gmunden “stark vorhanden” sei. 13 Prozent geben an, dass sie “etwas vorhanden” sei. Nur sechs Prozent glauben dagegen, sie sei in Gmunden gar nicht von Bedeutung. Hoch ist auch der Verdacht der Korruption.

Quelle: OÖNachrichten 03. Dezember 2014

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Fazit: 72% Korruption, 1000% Rendite & ein Ehrenzeichen

…hier regiert die ÖVP

Für Alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.