Herr Baustadtrat scheint von unserer Recherche etwas enttäuscht zu sein. Er bezeichnet die Zitierten öffentlichen Dokumente (z.B. Grundbuch, Firmenbuch), die Presseinformation der ÖVP Gmunden und die vielen !!!ZITIERTEN!!! zusammengefassten Recherchen und Berichte etablierter Österreichischer Medien: Kurier, Der Standard, Augustin, Oberösterreichische Nachrichten, BVZ, Profil, Trend, EU-Infothek, Dossier, Der Falter, Kleine Zeitung, Meinbezirk etc. als Lügen und Verschwörungen. 

Man sollte Nachsicht mit Herren Kassmannhuber haben, denn für den 64-jährigen Maschinenbauer, geht es um seinen Job und seine politische Karriere.

Zurecht befürchtet er, dass nach der Veröffentlichung der Recherche weitere Hinweise an die Redaktion folgen werden.

Wie dies bereits auch schon von engagierten Bürgern erfolgt ist, so haben wir folgendes E-mail von Marriott erhalten:

So weiss der MARRIOTT-Mutterkonzern noch nichts von dem “Jahrhundertprojekt”,

was natürlich nicht bedeutet, dass der frischgebackene Hotelbetreiber “Four Peaks Hospitality” und ehemaliger Gastrobetrieb “Cicchetti” nicht voll durchstarten könnte. 

Ehemaliger Firmensitz, mehr darüber können Sie im Beitrag “Seeviertel – wie weit würde man gehen?” nachlesen.

UPDATE: die Redaktion nahm direkt Kontakt mit Marriott auf. Zwar bestätigte man, dass die Email der Vizepräsidentin für Communications Marriott authentisch ist, allerdings wurden Gespräche mit der “Internationalen Hotel Entwicklung Marriott” aufgenommen. Wir bereits im letzten Beitrag berichtet wurde, gibt es mehrere “Autograph Collection” Projekte die die Unternehmensgruppe Planquadrat/Soravia versucht umzusetzen. Das Franchise “Marriott Autograph Collection” wurde 2010 geschaffen, damit die Gruppe trotz der Immobilienkrise (2008) wachsen kann (Quelle: Wikipedia). In Betrieb befindet sich derzeit noch keines der geplanten Hotels von Planquadrat/Soravia.

Konzept: Luxuswohnungen & Hotel

Die geplanten Projekte in Kaprun und Salzburg wurde bereits im letzten Beitrag kurz erwähnt, für ein weiteres Hotel-Wohnungs-Projekt in Salzburg wurden 32 Nonnen des Klosters St. Josef umquartiert, wie Krone berichtete. Seit 2016 versucht Planquadrat ein “Marriott Autograph Collection” Hotel und Luxuswohnungen in Deutschland am Tegernsee zu realisieren. Eine “Mordsbaustelle” wie es der Bürgermeister Johannes Hagn bezeichnete (Quelle: Tegernseerstimme.de). Zuerst gab es Probleme bei der Finanzierung, denn Planquadrat wollte das Projekt im Jahr 2016 selbst finanzieren und verpachten. 2019 holte man sich die finanzstarke SORAVIA Gruppe, da fiel auch zum ersten mal  der Name “Marriott Autograph Collection”.  Mehrfach gab es Ergänzungen am Bauplan dann gab es Verzögerungen beim Bau.

„ZUM AUFREGEN IST ES JETZT ZU SPÄT“ – sagt der Bürgermeister von Tegernsee

“Vom „ersten Platz in den Charts der Scheußlichkeiten“ hatte der Tegernseer Grünen-Stadtrat Marcus Staudacher im Mai gesprochen und damit salopp beschrieben, was viele Passanten beim Anblick des Bauvorhabens „Quartier Tegernsee“ im Dreieck zwischen Bahnhof-, Hochfeld- und Karl-Theodor-Straße denken.

Es ist nicht nur die Fassade, über die diskutiert wird. Denn anders als in der Visualisierung im Verlauf der Genehmigungsphase präsentiert, wirken Holzverschalung und Balkone der drei Mehrfamilienhäuser eher bräunlich und damit dunkler als ursprünglich angekündigt. Es ist auch die Enge zwischen den Gebäuden, über die sich viele wundern.

“Dass Planquadrat die Fläche maximal ausschöpft und damit viel Baumasse auf engstem Raum entsteht, ist vom Landratsamt ebenso abgesegnet wie die Tatsache, dass Besitzer der innen liegenden Wohnungen künftig auf dunkle Schluchten und direkt in Hotelzimmer gegenüber schauen werden.” – schreibt im Juli 2021 das Nachrichtenportal Merkur.de

Der Anwalt aus Wien – ein faszinierender Zufall

Quelle: Presseinfo der ÖVP Gmunden

“Ebenfalls aus Gmunden stammt der 54-jährige Michael Hecht, Partner der Wirtschaftssozietät Fellner Wratzfeld & Partner (fwp) in Wien”, schreiben die OÖ Nachrichten 2019 im Beitrag “Grenzen ausloten”

Der Anwalt Michael Hecht vertritt seit Jahren die Immobilien Firma “Wertinvest” von Michael Tojner im schwerumstrittenen Projekt “Turmbau am Heumark”. Durch das Projekt (“wegen Masse und Bauhöhe”) könnte der Welterbe-Status Wien’s gefährdet sein, so Der Standard.

Ist das nicht der ältere Bruder eines Parteikollegen von Baustadtrat Kassmannhuber, des Gemeinderates Andreas Hecht, der mit Kassmannhuber gemeinsam von der “parteiunabhängigen” (so steht es auf deren Homepage) “Bürgerinitiative Gmunden” auf die ÖVP Liste Krapf wechselt?!

Bild Quelle: Facebook. Andreas Hecht im Einsatz für “Team Krapf.

Auf was soll Gmunden noch warten? Auf einen besseren Preis, den wir nie bekommen? – schreibt Herr “Cheesy”

Übrigens der ÖVP Gemeinderat Weichselbaumer (im Bild ganz rechts) entwickelte mit dem Liegenschaftsbesitzer (FN 381925 f) nur einige Meter weiter, die bis dato teuerste Haushälfte direkt am See, die 2020 um satte 4,7 Millionen EUR verkauft wurde. Die Krone berichtete “Haushälfte mit Seegrund um 4,7 Millionen Euro” d.h. die Hälfte von 593m2

Wir sind zuversichtlich, dass die mündigen Bürger Gmundens selbst die Artikel auf den Seiten der etablierten Medien nachlesen, die Angaben im öffentlichen Grund- und Firmenbuch (oder kostenfrei auf FirmenABC) abrufen und sich bei den zur Verfügung gestellten Links durchklicken können.

Wie immer: für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.