Am 15. September 2021 wird bei der Sondersitzung des GR nicht nur das Schicksal des Seebahnhofs besiegelt. Auch der Punkt 2. auf der Tagesordnung ist spannend.

Ja, es geht wieder um die “Italiener aus Leonding”, Protagonisten einiger Recherchen dieser Platform und die Sieger in der Kategorie “Die meisten Hinweise, Leser- und Beschwerdebriefe”.

Der Redaktion liegt das Protokoll der Sitzung des Ausschusses für Rechtsangelegenheiten vom 22.06.2021 vor. 

In unserer Recherche “Der Fluch der alten Dame” wurde über das “statische Wunderwerk”, die geplante Bootsgarage im neuen K7 Gebäude bereits berichtet

Unter Punkt 13. Allfälliges findet man folgendes:

“Die MX Alpha GmbH (Maximilianhof Immobilien) strebt eine Änderung der Trasse des Geh- und Fahrtrechtes mit Fahrrädern für die Öffentlichkeit und des Fahrrechtes für Erhaltungsfahrzeuge der Stadtgemeinde Gmunden im Bereich Kößlmühlgasse, da sie eine bauliche Änderung des Tiefgaragenzuganges (Rampe statt Lift) plant. Eine Befassung des Rechctsausschusses ist zum jetzigen Zeitpunkt verfrüht. Dies wurde schriftlich der MX Alpha GmbH mitgeteilt; ebenso die Bereitschaft einer sachlich vertretbaren Änderung des Dienstbarkeitsvertrages nicht entgegenzustehen.”

Wie war das noch mit der öffentlichen Promenade?!

Wird spannend wie die neue Trasse für die Öffentlichkeit verlaufen wird?!

Die Dachgeschoßwohnungen scheinen immer noch nicht verkauft zu sein, dafür gibt es jetzt ein Frauscher Boot als Geschenk dazu.

Kennen Sie den Film: “Geschenkt ist noch zu teuer”?

Der Kamikaze-Flug namens K7

Wird der Fluch der alten Dame wahr?!

1. Baugrube: Wasser & Erdrutsch

am 1. September 2021 schreiben Die Grünen Gmunden auf Facebook:

“Bereits seit vergangenem Dezember graben, schürfen und hämmern riesigen Baumaschinen auf Gmundens größter Baustelle direkt an der Traun. Für Innenstadtbewohner*innen stellen der Lärm und die Erschütterungen der Baustelle eine enorme Beeinträchtigung dar. Durch mehrere starke Regenfälle in den letzten Wochen bekommt das Ausmaß der Belastungen nochmals eine neue Dimension: Ausgebaggerte Löcher, in die Beton fließen sollte, sind mit Wasser voll. An einem nordseitigen Abhang hat ein Erdrutsch die Baugrube gefüllt. Durchgehend laufende Pumpen sollen nun den normalen Baustellenverlauf wieder in Gang bringen. Anrainer*innen berichten davon, dass sie auch nicht, wie zugesichert, im Vorhinein von außergewöhnlich lauten Aktivitäten informiert werden. An diesen Tagen ist für sie ein normales Leben rund um die Baustelle nicht möglich. Die Belastungen reichen auch weit über den unmittelbaren Baustellenbereich hinaus.”

2. Abwasser-Hauptkanalleitung

Wieder ein Leserbrief – ein Schwank aus dem Leben bei der Baustelle:

“Das neueste Fiasko bei der Kösslmühl-Baustelle: Seit einer Woche stinkt es erbärmlich. Warum? Wegen des unterirdischen Hafens muss einer der  der Hauptkanäle (!) Gmundens verlegt werden. (Nebenfrage: Wer zahlt das?) Das stößt offenbar auf gröbere Probleme. Die alten Betonsockeln (vermutlich Zusammenführungen) erweisen sich offenbar stärker als erwartet. Den nun geöffneten alten Kanal kann oder will man nicht schließen. Ergebnis:

Wir Anrainer dürfen – je nach Windrichtung mehr oder weniger – die Fäkalien der ganzen Stadt rund um die Uhr genießen.

Offenbar weiß die Bauleitung selbst nicht so genau, wie´s weitergehen soll. Immer wieder steht ein Grüppchen beratend an der jeweiligen Problemstelle. Arbeiter sind kaum mehr auf der Baustelle. Ein Bagger hämmert tagsüber immer wieder verzweifelt in die Betonfundamente. Die brave, unüberhörbare Pumpe bemüht sich Tag und Nacht dem ständigen Wassereintritt Herr zu werden. Und Herr Spießberger, der Gotts-Oberste der Delegation, die am 1.September an Ort und Stelle offenbar ein Krisentreffen hatte, erklärte mir, dem eilig Hinzugeeilten, auf eine meiner vielen Fragen, DASS ALLES NACH PLAN LÄUFT und dass zu Weihnachten 2022 der Bau vollendet sein wird. Somit sehe ich den kommenden 15 Monaten mit großem Interesse entgegen.

Heute Montag: Wieder mehr Arbeiter auf der Baustelle. Ein Bagger hämmert verzweifelt in den mit viel Eisen armierten Beton. Die Schulpsychologie (die Büros befinden sich direkt unter uns) äußern auch Unmut. Vormittags schimpft ein Anrainer laut auf einen höher gestellten Arbeiter (Polier?) ein.

Und die Besuche im Rathaus (Bauamt, Stadtamtsdirektor, Bürgermeister) stelle ich ein, weil sie NICHTS bringen.”

Ebenfalls mit der Bitte um Veröffentlichung:

3. Eigene Bevölkerung, Menschen zweiter Klasse?!

Erschienen in den Oberösterreichischen Nachrichten 

Dieser Punkt wurde bei der Gemeinderatsitzung am 15.01. von der Tagesordnung genommen.

Für alle Beteiligten gilt die Unschuldsvermutung.